Chronik

Auch in Brietlingen bestand der Wunsch, den Schießsport auszuüben.

Nach einer Aufforderung durch den Kreisvorstand des Schützenkreises Echem wurde in der Zeit vom 13. März bis 30. April 1963 im Vereinslokal Franck eine Gründerliste ausgelegt, in der sich 69 Schützen aller Altersgruppen eingetragen haben.

Am 13. März 1963 war bei Franck die erste Versammlung. Da sich dabei starkes Interesse an der Gründung eines Vereins zeigte, wurde die Gründerversammlung für den 3. April 1963 einberufen.

Die vom Kreispräsidenten Ernst Bartels in Anwesenheit des Bezirkspräsidenten Ernst Cramm aus Lüneburg eröffnet wurde.

Der Schützenverein Brietlingen wurde somit als 32. Schützenverein im Bezirksschützenverband Lüneburg gegründet. Standort des Vereins soll das Gasthaus Franck sein.

Auf der Versammlung wurde die Satzung und der Aufnahmeantrag in den Deutschen Schützenbund gebilligt und zugleich ein Vorstand gewählt, der sich wie folgt zusammensetzte:

  • 1. Vorsitzender : Hinrich Lewits
  • 2. Vorsitzender : Alfred Scheske
  • Schriftführer : Otto Soltau
  • Schatzmeister : Fritz Franck
  • 1. Kommandeur : Egon Frien
  • Schützenmeister : Helmut Heuer
  • Jungschützenmeister : Helmut Petersen
  • Obmann : Richard Kröger

Protokoll der Gründerversammlug

Bereits auf der nächsten Versammlung am 23.April 1963 wurde beschlossen, die grüne Schützenkleidung zu bestellen.

Ein Gründungsfest mit der Beteiligung der Schützenvereine aus Adendorf, Artlenburg, Echem, Hittbergen, Scharnebeck, Tespe, Bardowick un Wittorf, bei dem mit Luftgewehr auf dem improvisierten Schießstand eine besondere Gründermedaille ausgeschossen wurde, fand am 10. und 11. August 1963 statt.

Am 30. November 1963 wurde beschlossen, auf dem Gelände des Gastwirtes Fritz Franck eine Schützenhalle mit 6 Kleinkaliber- und 6 Luftgewehrständen als bald in Eigenleistung zu errichten.

Der Baubeginn nach den Plänen von Bau-Ing. Alfred Bleecken aus Echem war im Mai 1964. Das Richtfest konnte bereits am 11. Juli 1964 gefeiert werden.

Die Inbetriebnahme der Schießsportanlage und die Schießstandeinweihung war am 7. und 8. November 1964. In der Schießstandanlage wurde bis 1967 an dem Einbau einer Glastrennwand zwischen Ständen und Schützenhalle gearbeitet, weiterhin wurde in der Halle eine Holzdecke eingezogen.

Auf der Jahreshauptversammlung Anfang 1964 wurde Otto Soltau zum 1. Vorsitzenden gewählt, der dieses Amt in vorbildlicher Weise 20 Jahre lang ausübte.

Das erste Ausschießen 1963 (Tortenkönig / Werner Breiling) sowie das des ersten offiziellen Königs Otto Rüter am 6. September 1964 fand mit dem Luftgewehr statt.

Der Königsball wurde demzufolge am 20. März 1965 im Gasthaus Franck veranstaltet.

Ein weiterer Höhepunkt des Vereins war am 17. April 1966 die Fahnenweihe, die vom Präsidenten des Nordwestdeutschen Schützenbundes, Gerhard Müller aus Bremen, im voll besetzen Saal vorgenommen wurde. Anwesend waren neben dem Bezirkspräsidenten Ernst Cramm aus Lüneburg und Landrat Hermann Hahn die Abordnungen der Schützenvereine aus Adendorf, Artlenburg, Bardowick, Echem, Hagen, Handorf, Hittbergen, Scharnebeck, Tespe, Wittorf, Allgemeine Schützengesellschaft Lüneburg und die Schützengilde aus Bleckede. Präsident Gerhard Müller entrollte das Fahnentuch der neuen Schützenfahne mit der Aufschrift „Altes erhalte – Neues gestalte“ und gab die Fahne in die Obhut des ersten Fahnenträgers des Vereins, Hartmut Köhler.

Der Präsident des Nordwestdeutschen Schützenbundes betonte damals bei seiner Festrede: „Die Menschen messen heute alles nur noch nach materiellen Werten. Ideelle Werte gibt es nicht mehr. In allem Tun und Denken muß aber der Mensch wieder in den Mittelpunkt treten.“

Am 31. Mai 1966 wurde eine Patenschaft mit dem Uffz-Korps der 1. PzBtl 83 geschlossen. Es wurden Vergleichsschießen in Brietlingen sowie auf der Stnadortschießanlage in Wendisch Evern veranstaltet. Die Veranstaltungen der geselligen Art im Vereinslokal Franck sowie in der Schlieffen Kaserne waren regelmäßig gut besucht und immer recht lustig. Leider wurde die Patenschaft am 30. Januar 1982 duch das Uffz Korps wegen der Umgliederung in die Heeresstruktur 4 beendet. Am 27. März 1992 wurde das Panzerbataillon 83 außer Dienst gestellt.

Auch die Brietlinger Damen verspürten neben der Geselligkeit den Drang, Schießsport auszuüben. So wurde von 11 Damen am 1. November 1967 eine Damenriege gegründet.

Erste Damenkönigin wurde 1968 Gerlinde Hinz, jetzt Gerlinde Mertins.

Die Jungschützen beteiligten sich von Anfang an am Schießsport. So wurde 1964 der erste Jungschützenkönig Wilfried Riegel und 1979 die erste Jungschützenkönigin Christel Schröder, jetzt Christel Neckel, ausgeschossen.

Eine weitere Modernisierung an Schießsportanlage und Schützenhaus wurde im Sommer 1980 in Eigenleistung mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde Brietlingen und der Samtgemeinde Scharnebeck durchgeführt. Der Luftgewehrstand wurde überdacht und mit Wärmedämmung und 6 elektrischen Zuganlangen versehen. Außerdem wurde eine Elektroheizung eingebaut. Weiter wurde in diesem Jahr ein Arbeitsraum mit Heizung erstellt. Der Schützenplatz wurde mit Verbundsteinen befestigt.

1988 konnte der Verein bereits auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken. Zu diesem Anlass wurde das vorstehende Gruppenfoto aufgenommen.

Zum Schützen- und Volksfest wurde immer mit Plakaten eingeladen, hier zwei ausgewählte Exemplare aus den Jahren 1985 und 1990

 

 

 

 

Zum 40-jährigen Bestehen 2003 wurde folgendes Gruppenfoto aufgenommen:

Am 30. Juni 2013 war das amtierende Königsteam zusammen in einer starken Truppe per Bus zum weltgrößten Schützenfest nach Hannover gefahren. Dort hat die Abordnung am Ummarsch teilgenommen. Die Straßen entlang der Marschstrecke waren beidseitig bevölkert, die Menschen haben gejubelt und gewunken. Es waren sogar Tribünen aufgebaut, die voll besetzt waren. Fernsehen und Radio haben berichtet, ein wirkliches Erlebnis.

Auf dem Schützenfest vom 30. August – 2. September 2013 feierte der Verein dann sein 50-jähriges Bestehen. Das Schützenfest wurde nach der Rückkehr vom Ehrenmal mit einem großen Zapfenstreich eröffnet, der eine sehr feierliche Atmosphäre ausstrahlte.

Während der Kommers abgehalten wurde, lief eine Bildershow als Präsentation auf einer Leinwand, Bilddokumente aus 50 Jahren. Die Fotos sind in der Galerie abrufbar, die Fotos wurden freundlicherweise von Gustav Detje zur Verfügung gestellt.

 

Und es gab natürlich auch wieder ein Gruppenbild

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